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Betrugsabwehr-Netzwerk
Die Detektei S.E.S ® ist Mitglied im Rheinischen Einzelhandels- und Dienstleistungsverband e.V.
Die Entfernung ist unwichtig, nur der erste Schritt ist wichtig
(asiatisches Sprichwort)

Manchmal erscheint es Manfred Schmidt (Name geändert), als zählten die Werte von einst nicht mehr. Der Ermittler der Detektei S.E.S ist immer wieder zwischen Rostock und Kiel, Gera und Oberhausen unterwegs, um bei Fällen von Ehebruch, Fremdgehen und teilweise auch Heiratsschwindel zu recherchieren. "Manche Ehepartner nutzen quasi jede Gelegenheit, für ein paar Stunden aus der eigenen Ehe auszubrechen und sich mit einer schnellen oder auch länger währenden Affäre zu vergnügen." Die Märchen aus der Kriegs- und Nachkriegszeit, in denen Not die Partner zusammenschweißte, scheint für ihn nicht mehr zu existieren. "Wenn es Streit oder Probleme gibt", sagt der Berufsdetektiv, "dann nehmen viele Lebensgefährten heutzutage häufig Reißaus und wenden sich der nächsten Liebschaft zu." Zusammenhalt und Treue sind in vielen Fällen Eigennutz und Untreue gewichen, Partnerschaften enden anscheinend immer mehr in kurzen Seitensprüngen oder länger andauernden Liebschaften: "Da wird die eigene Frau gern gegen die jüngere Sekretärin ausgetauscht oder der Mann durch einen kernigen Fitnesstrainer ersetzt. Überall, wo Menschen aufeinander treffen, können sich Beziehungen entwickeln.
Davon sind auch vergebene und sogar verheiratete Leute nicht ausgeschlossen", so der Rechercheur. "Im Gegenteil: Vielfach haben langjährig verheiratete Menschen keine Lust mehr auf ihre eingeschlafene Ehe und suchen sich ein bisschen Spannung, Aufregung und Neues bei jemanden anderes." Auch zu wenig Zuwendung könne ein Problem sein. Vor allem Frauen neigten der Erfahrung des Berufsdetektivs zufolge dazu, sich anderweitig nach Zuneigung und Interesse umzusehen, wenn sie daheim von ihrem Partner nicht mehr so wahrgenommen würden, wie sie es sich wünschten. "Vor allem Männer sind es aber, die das verhindern können, indem sie ihren Frauen zuhören und ihre Bedürfnisse ernst nehmen. Oft ist es aber so, dass Frauen sich langfristig von ihren Männern ignoriert oder unverstanden fühlen und sich deshalb in die Arme eines anderen Mannes flüchten." Gespräche miteinander, gemeinsame Zeit und Erlebnisse, manchmal auch eine Paarberatung könnten da womöglich helfen, bevor es zu einem Seitensprung komme. Und auch für die Frauen hat der S.E.S-Ermittler einen Tipp: "Frauen sollten für ihren Mann nicht nur interessant und begehrenswert bleiben, wie viele offenbar meinen, sondern ebenso wie der Mann mit darauf achten, dass die Ehe nicht zur völligen Lebensroutine wird." Wer Fremdgehen vermeiden wolle, der sollte darauf achten, dass beiden Partnern die gemeinsame Zweisamkeit wichtig ist. Dabei gelte es stets zu beobachten, welche Wünsche und Bedürfnisse, aber auch welche Probleme und sorgen der Gegenüber habe. "Das sind, denke ich, gute Mittel für eine gute Beziehung", so der Privatdetektiv. "Aber natürlich ist auch das kein Garant dafür, dass der Partner nicht bei der nächsten Geschäftsreise nach Nürnberg oder Saarbrücken, beim nächsten Urlaub in Heidelberg oder Ulm fremdgeht."
Auffällig sei beim Trend zum Fremdgehen, dass sich offenbar immer mehr Seitensprünge in aller Öffentlichkeit abspielten. "Ich habe Pärchen gesehen, von denen der Mann in Krefeld eine scheinbar glückliche Ehe mit Einfamilienhaus und Kindern führte und die Frau gemeinsam mit ihrem langjährigen Freund in Solingen ein Haus baute", so der Privatdetektiv. "Sie haben sich regelmäßig in Wuppertal getroffen und sind dort als turtelndes Pärchen durch die Parks und Wälder geschlendert." Dass sie gesehen werden könnten, schien die beiden nicht zu interessieren. "Vor einigen Jahren noch habe ich in Würzburg genau so wie in Leipzig oder Freiburg im Breisgau - jedenfalls landauf, landab - gesehen, wie die meisten fremdgehenden Pärchen sich heimlich trafen, damit man sie nicht sehen würde. Offenbar aber ist die Hemmschwelle bei vielen gesunken." Allein in den vergangenen Monaten hatten Ermittler wie der von S.E.S in Göttingen, Hagen, Fürth, Hildesheim, Leipzig, Trier, Bremerhaven und sogar in der Schweiz recherchieren müssen: "Für uns ist es natürlich gut, wenn sich die Ehebrecher in aller Öffentlichkeit treffen", so der Privatdetektiv. "Das erleichtert es uns, den gerichtsverwertbaren Nachweis zu erbringen, dass hier ein Fremdgehen vorliegt." Denn dieser Beweis ist für den Betrogenen zumeist wichtig: Schließlich geht es nicht allein um die Wahrheit und das missbrauchte Vertrauen. Immer wieder endet Fremdgehen auch in einem Scheidungsverfahren mit anschließender Scheidung. "Und in einem solchen Prozess kann es durchaus darum gehen, ob die Kinder nach der Trennung beim Vater in Essen oder bei der Mutter in Recklinghausen leben und wer das Ferienhaus bei Lübeck bekommt." Deswegen hätten Ermittlungen in Sachen Ehebruch oder Fremdgehen nichts mit dem Ausspionieren oder Misstrauen gegenüber dem eigenen Partner zu tun.
Vielmehr gehe es darum, die berechtigten Interessen einer Person zu wahren, die womöglich einen Ehevertrag eingegangen ist oder gegenüber einem etwaig untreuen Partner sonstige eigene Rechtsgüter zu schützen hat." Und dafür sei der vor dem Amtsgericht, Landgericht, Familiengericht oder auch nur zur gütlichen Einigung vorlegbare Beweis unerlässlich. "Im Rahmen der Beweisnothilfe werden wir tätig, wenn es darum geht, Tatsachen zu dokumentieren, die unserem Mandaten oder unserer Mandantin zu einem Vorteil im streitigen Verfahren verhelfen würden", so der Ermittler. Häufig helfen diese Beweise nach Erfahrung der Detektei aber auch, einen öffentlichen Prozess zu verhindern. "Wenn der betrogene Partner ohne Beweise dasteht, kann es der Ehebrecher ruhig auf einen Prozess ankommen lassen, um dabei das Beste für sich herauszuschlagen", sagt der Fahnder. Erfahrungsgemäß lassen sich betrogene Eheleute dann auch schnell auf für sie bittere Deals ein, um so schnell wie möglich aus dieser emotional aufreibenden Situation entfliehen zu können.