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Sprichwort der Woche

Die Entfernung ist unwichtig, nur der erste Schritt ist wichtig
(asiatisches Sprichwort)

 

 

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LeumundsrecherchenFreecall: 0800 - 737 1000

Für Irgendjemanden war die Position viel zu wichtig. Nicht der Falsche durfte den Posten des Geschäftsführers besetzen, es sollte schon jemand sein, der viel Ahnung hatte und den man auch noch gut vorzeigen konnte, der etwas hermachte und das Unternehmen erfolgreich repräsentieren würde. Kurz: Ein Fachmann, der sich auch auf dem Parkett zu bewegen wusste. Dann war da diese Bewerbung gekommen:

 

Ein Mann Ende 40, Ingenieur mit massenhaft Zeugnissen und guten dazu, im Namen ein „Graf von“ und vorzüglichen Referenzen. Charmant und gleichsam eindringlich schon im Bewerbungsgespräch, schien er für die Stelle wie gemacht zu sein. Zudem gab er an, beste Beziehungen in hohe Kreise zu haben, Aufträge werde das wohl bringen, hatte er in Aussicht gestellt. Sympathisch, elegant, und doch war nichts Übertriebenes an ihm. Einziges Problem: Der Name des Mannes sagte niemanden auf der Vorstandsetage etwas, auch das Internet gab nichts her.

 

Was aber, wenn man seine Referenzen hinterfragen und sich womöglich bei früheren Arbeitgebern über ihn erkundigen würde? Bekäme er das mit, käme das einem Affront gleich, so schätzte man den routiniert wirkenden Bewerber ein. Seine Historie musste unauffällig überprüft werden, am besten von jemandem, der sich damit auskannte und auf dessen Verschwiegenheit man sich verlassen konnte. Eine Detektei musste beauftragt werden. Keine Zwei Stunden später saß ein Detektiv im Besprechungsraum dem Vorstand gegenüber. Kein Problem, sagte der Ermittler, er und seine Mitarbeiter würden den Grafen auf Herz und Nieren überprüfen,  herausfinden, sollte an ihm etwas Falsches sein. Welche Erfahrungen hatte er wirklich? Wie war sein Leumund, sein Ruf in jenen Kreisen, in denen er vorgab, gearbeitet zu haben? Und: Stimmt es tatsächlich, dass er Kontakte in höhere Gefilde hatte? Die Detektive ermittelten.

 

Viel Zeit hatten sie nicht, schließlich musste man dem Bewerber zusagen und die Stelle schnellstmöglich besetzt werden. Und viel Zeit brauchten die Detektive auch nicht. Bald schon hatten sie ermittelt, dass nichts der Unwahrheit entsprach, dass der Ingenieur bislang eher im Hintergrund gearbeitet hatte – so, wie er es berichtet hatte. Für das Unternehmen stellte sich heraus, dass die Entscheidung, eine Detektei mit der Leumundsrecherche zu beauftragen, genau die richtige war: Sich selbst schützte es so vor einer möglichen Fehlentscheidung, und der hochkarätige Bewerber bekam nichts von der Skepsis mit, die ihn womöglich verschreckt oder sogar beleidigt hätte. „Gute Arbeit, vielen Dank“, hieß es aus dem Vorstand, als er die Detektive schon zwei Tage nach der Auftragsbesprechung verabschiedete.