Wir sind Mitglied im
Betrugsabwehr-Netzwerk
Die Detektei S.E.S ® ist Mitglied im Rheinischen Einzelhandels- und Dienstleistungsverband e.V.
Die Entfernung ist unwichtig, nur der erste Schritt ist wichtig
(asiatisches Sprichwort)
„Vom LKW gefallen.“ Mit diesen Worten trat der Fahrer einer Spedition einen Gaskocher an den Campingfan ab. Zehn Euro wechselten dafür den Besitzer, ein Schnäppchen für beide. „Der Chef ist dagegen versichert“, begründete der Fernfahrer lapidar.
Doch dem Chef stanken die ständigen Differenzen von Ladelisten und Bestand gewaltig. Nicht nur, dass seine Versicherung sich bald womöglich dafür interessieren könnte. Vor allem der Ruf stand auf dem Spiel, wenn weiterhin nicht das beim Kunden ankam, was er bestellt hatte. Ansprachen an die Belegschaft hatten nichts genützt, kein Verständnis bei den Fahrern hervorgebracht. Die Geschäftsführung entschloss sich, eine Detektei zu beauftragen. Drei Fahrer waren es, bei denen regelmäßig Differenzen auftraten. Schnell stand fest: Man wollte sich zunächst um den kümmern, der es am meisten übertrieben hatte. Observation hieß das Stichwort, und es ging darum, den Diebstahl nicht nur zu beobachten, sondern gerichtsverwertbare Beweise dafür zu sichern. „Das Problem war nicht, die Tat an sich zu sehen“, sagt ein Sprecher der Detektei S.E.S.
Viele Fahrer fühlten sich schon auf dem erstbesten Rastplatz unbeobachtet und schlugen zu. „Aber man muss die Zeit und die Erfahrung haben, jemandem möglicherweise über lange Strecken hinterher zu fahren, ohne dabei aufzufallen. Und schließlich muss man die Tat noch dokumentieren, damit kein Zweifel an der Schuld bleibt.“ Denn was Fahrern mit langen Fingern häufig nicht bewusst ist:
Was sie lapidar als Selbstbedienung abtun, ist Diebstahl bzw. Unterschlagung nach dem Strafgesetzbuch. Wer, um an die Ware zu gelangen, auch noch etwas aufbricht, macht sich möglicherweise sogar des schweren Diebstahls schuldig. Zu erwartende Strafe hier: Geldstrafe oder Gefängnis von 3 Monaten bis 10 Jahren.