Wir sind Mitglied im
Betrugsabwehr-Netzwerk
Die Detektei S.E.S ® ist Mitglied im Rheinischen Einzelhandels- und Dienstleistungsverband e.V.
Die Entfernung ist unwichtig, nur der erste Schritt ist wichtig
(asiatisches Sprichwort)

Ein Fall aus dem Jahr 2006, Berlin. Hermann G. arbeitete im Außendienst eines großen Herstellers. Er fuhr von Kunde zu Kunde, im Betrieb selbst war er selten zu sehen. Er war einer der verbliebenen Festangestellten, kein freier Handelsvertreter, und für seinen fürstlichen Lohn hatte er zu arbeiten – knapp acht Stunden täglich, wie jeder im Unternehmen. Doch die Kontrollmöglichkeiten waren gering. Seit einigen Monaten lieferte Hermann G. immer weniger Aufträge ab, ging häufig ab dem Nachmittag nicht an sein Mobiltelefon. „Nicht gehört“, hieß es dann am nächsten Tag, oder „Kein Empfang“, wenn das Handy komplett ausgeschaltet war. In der Chefetage nährte das den Verdacht, dass der Außendienstler seinen Feierabend regelmäßig vorzog. Doch wie sollte man überprüfen, ob es wirklich so war?
Man entschloss sich, eine Detektei zu beauftragen. Observation hieß das Stichwort, und die führte alsbald zum Erfolg. „Es war kein großer Aufwand“, sagt der Sprecher der Detektei S.E.S mit Sitz in Wuppertal. „Wir hatten schon einen ausführlichen Observationsplan für die zweite Woche ausgearbeitet, da ging er uns direkt vor seiner Haustür ins Netz.“ Keine fünf Stunden, nachdem er am dritten Tag der Beobachtung sein Haus verlassen hatte, kehrte er schon wieder Heim. „Wir haben erstmal nur sein Haus beobachtet, aber nicht gedacht, dass jemand sich so wenig Mühe geben würde, seine Fehlzeiten zu verschleiern.“
Denn in vielen Fällen fahren „blau machende“ Arbeitnehmer nicht direkt nach Hause. In der Angst, erwischt zu werden, lassen sie sich viel einfallen – vom regelmäßigen Bordellbesuch, der auch noch auf der Spesenrechnung als überplanmäßige Ausgabe verbucht wird, bis hin zum entspannenden Besuch von Sauna oder Museum sei schon alles da gewesen, so der Detektiv. Seine Aufgabe ist es häufig, gerichtsverwertbare Beweise für die Fehltritte der Mitarbeiter zu beschaffen. Denn die sorgen schließlich dafür, dass den illoyalen Mitarbeitern ohne Probleme gekündigt werden kann, dass sie Schadenersatz leisten und auch noch die Kosten für den Einsatz der Detektei tragen müssen.